City-Center Landshut

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Dachbegrünung als Ausgleichsfläche

Dachgarten

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Die Dachbegrünung - eine stabile Pflanzengesellschaft

© 2006 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Dachbegrünung als Ausgleichsfläche

Die Dachbegrünung auf ca. 5.800 m2 (= ca. 55 % der Baufläche) ist die derzeit größte in Landshut. Sie wurde als ökologische Ausgleichsmaßnahme angerechnet, da das Baugrundstück vorher bereits komplett versiegelt war.

Der Aufbau besteht aus 15 bis 20 cm Dachbegrünungssubstrat auf einer 5 cm starken Drainmatte. In den Pflanzstreifen der Kiefern und Ginster steigt die Subststratstärke auf bis zu 40 cm an. In den als Ausgleichsfläche berechneten Bereichen wurde mit heimischen Stauden gearbeitet, die von Pflanzstreifen aus Pinus mugo, Genista lydia und Genista radiata durchschnitten werden. Weite Arten sind Anaphalis triplinervis, Antennaria dioica, Cerastium arvense, Dianthus arenaria, Hieracium pilosella, Nepeta faassenii und Potentilla neumanniana, die eine stabile Pflanzengesellschaft bilden. Bewässert wird nicht.

Eine Ebene höher hat die Dachbegrünung eine Aufbaustärke von nur noch 8 cm Substratschicht zuzüglich einer 5 cm starken Drainmatte. Neben Sedum acre und Sedum album wachsen hier einige anspruchslose, gelb blühende Staudenarten wie Anthemis tinctoria, Inula ensifolia, Hypericum perforatum und Primula veris sowie Gräser.

 

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Der Biergarten hoch über Landshut

© 2005 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Dachgarten mit Blick auf Burg Trausnitz

© 2006 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Dachterrasse mit Felsenbirnen

© 2005 Klaus Leidorf | Klaus Leidorf

Dachgarten

Die Gäste sitzen im Sommer unter großen Amelanchier lamarckii, die in 150 cm großen bewässerten Betontrögen (Raster 8 x 8m) stehen. Die Felsenbirnen sorgen mit ihrer prächtigen Blüte und der kräftigen Herbstfärbung für einen ganzjährigen Farbakzent. Bereits zweieinhalb Jahre vor Anritt der Reise nach Landshut wurden die Pflanzen vom Bauherren bei der Baumschule Lorenz von Ehren bestellt. Die Einbauleuchten aus Plexiglas in den Pflanzgefäßen sind ein Entwurf von ATP, die von der Firma Bauer in Buchbach angefertigt worden sind. Der Boden des Biergartens aus Betonplatten 50 x 50 cm ruht auf sogenannten Stelzlagern.

 

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© 2012  Klaus Leidorf Vogelflug 

© 2005  Helmut Wartner Amelanchier lamarckii 

© 2005  Helmut Wartner Der Biergarten hoch über Landshut 

© 2006  Helmut Wartner Dachgarten mit Blick auf Burg Trausnitz 

© 2006  Helmut Wartner Eingangsbereich mit Robinienreihe 

© 2005  Klaus Leidorf Dachterrasse mit Felsenbirnen 

© 2006  Helmut Wartner Die Dachbegrünung - eine stabile Pflanzengesellschaft 

City-Center Landshut Dachbegrünung hoch über der Isar


Das ca. 10.400 m2 große Grundstück im Herzen von Landshut ist wegen der massiven Bebauung auf allen vier Seiten nur von einem relativ schmalen Pflasterband umgeben. Entlang der Ost- und Südfassade wechseln Streifen aus Betonplatten mit Kleinstein-Pflasterstreifen. Ansonsten dominieren ruhige Flächen aus Granitpflaster, das in Reihen und in der Passée verlegt wurde. Ein "Vorhang" von 22 Robinien umgibt den Baukomplex.

Die ca. 1.850 m2 große Dachterrasse im 2. OG ist mit Betonplatten 50 x 50 cm befestigt, die auf sog. Stelzlagern aufliegen. 15 Felsenbirnen (Amelanchier lamarckii) in bewässerten Betontrögen (Raster 8 x 8 m) sorgen mit ihrer prächtigen Blüte und der kräftigen Herbstfärbung für einen ganzjährigen Farbakzent. Während der Sommermonate dient die Terrasse als attraktiver, geschützter Biergarten über den Dächern Landshuts.

Die Dachbegrünung auf ca. 5.800 m2 (= ca. 55 % der Baufläche) ist die derzeit größte in Landshut. Sie wurde als ökologische Ausgleichsmaßnahme angerechnet, da das Baugrundstück vorher bereits komplett versiegelt war.

Je höher man kommt, desto extensiver wird die Gestaltung. Auf der ersten Ebene des vom Münchner Architekturbüro ATP Achammer-Tritthart & Partner für das City Center Landshut Projektmanagement geplante Gebäudes ist es zwar wenig grün, dafür ist aber viel Platz für einen Biergarten. Die Gäste sitzen im Sommer unter großen Amelanchier lamarckii, die in 200 cm großen Kübeln aus Betonfertigteilen stehen. Die Pflanzen waren bereits zweieinhalb Jahre vor Anritt der Reise nach Landshut vom Bauherren bei der Baumschule Lorenz von Ehren bestellt worden. Die Einbauleuchten aus Plexiglas in den Pflanzgefäßen sind ein Entwurf von ATP, die von der Firma Bauer in Buchbach angefertigt worden sind. Der Boden des Biergartens aus Betonplatten 50 x 50 cm ruht auf sogenannten Stelzlagern.

Eine Ebene darüber dominieren die Pflanzen. Hier gibt es keinen Besucherverkehr mehr, sondern nur noch Fluchtwege aus Betonplatten. Der Aufbau besteht aus 15 bis 20 cm Dachbegrünungssubstrat auf einer 5 cm starken Drainmatte. In den Pflanzstreifen der Kiefern und Ginster steigt die Subststratstärke auf bis zu 40 cm an. In den als Ausgleichsfläche berechneten Bereichen wurde mit heimischen Stauden gearbeitet, die von Pflanzstreifen aus Pinus mugo, Genista lydia und Genista radiata durchschnitten werden. Weite Arten sind Anaphalis triplinervis, Antennaria dioica, Cerastium arvense, Dianthus arenaria, Hieracium pilosella, Nepeta faassenii und Potentilla neumanniana, die eine stabile Pflanzengesellschaft bilden. Bewässert wird nicht. Nur die Pflanzkübel mit den Felsenbirnen haben eine Bewässerungsanlage erhalten.

Die nächste Ebene auf 20 m Höhe ist nur noch über eine Stahlleiter zu erreichen, welche die Dächer über dem Kinokomplex erschließt. Hier hat die Dachbegrünung eine Aufbaustärke von 8 cm Substratschicht zuzüglich einer 5 cm starken Drainmatte. Neben Sedum acre und Sedum album wachsen hier einige anspruchslose, gelb blühende Staudenarten wie Anthemis tinctoria, Inula ensifolia, Hypericum perforatum und Primula veris sowie Gräser.

Insgesamt wurden ca. 14.500 Stauden im Container oder als Flachballenware geliefert und zusätzlich über 350 Platten mit Kleinballenware. 410m3 Dachsubstrat musste in die Höhe befördert werden, davon 230m3 für die Intensivbegrünung. Die Pflanzen kamen mit dem Autokran aufs Dach.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2013

Juli 2013

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Helmut Wartner

Rupert Zeitzler

Tobias Nowak

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

Montag bis Samstag
von 09:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Planung

raum + zeit
Tobias Nowak

Bismarckplatz 18
84034 Landshut


Projektinformationen

Projektzeitraum
2003 - 2003

Größe
10.400 m2

Bausumme
1.200.000 EUR

Auftraggeber • Bauherr
ATP Achammer-Tritthart & Partner
Neherstraße 1
81675 München

Adresse
Am Alten Viehmarkt 5
84028 Landshut


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