Hansestadt Herford, Verbindungsachse MARTa - Innenstadt

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©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Detailplan Stephansplatz 

©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Blick auf Stephansplatz 

©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Detailplan "Platz der Kommunikation" 

©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Platz der Kommunikation 

©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Detailplan Schillerbrücke 

©  Därr | DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Blick auf Schillerbrücke 

Hansestadt Herford, Verbindungsachse MARTa - Innenstadt Beschränkter Wettbewerb - Anerkennung


Leitidee:
Eine imaginäre Achse zwischen Stephansplatz und MARTa beschreibt eine Spur durch die Stadtgeschichte. Von der mittelalterlichen Abtei über geschliffene Wallanlagen, zugeschüttete alte und künstliche neue Gewässer, dem Rathaus bis hin zum Museum für zeitgenössische Kunst. Ein Schnitt durch die Stadtentwicklung je nach Standpunktpunkt und Blickrichtung von Gotik bis Gehry. Dabei werden Brüche sichtbar. Die Ideen der autogerechten Stadt brachten in den 70iger Jahren die Freiheit der Moderne und haben unübersehbare Narben hinterlassen. Noch heute dominieren Verkehrsfunktionen den Freiraum.
Knapp ein halbes Jahrhundert später fordert eine neue Kultur der Mobilität neue Raum- und Aufenthaltsqualitäten ein. Sieben entlang der Achse ausgewählte Orte, sollen gleich einer urbanen Akupunktur stimuliert werden. Dazu werden ihre bisherigen Funktionen in Frage gestellt, Strukturen aufgebrochen, Abläufe entschleunigt, Routinen geschreddert, Nutzer bewusst verunsichert, Fragmente neu zusammengefügt, um so restrukturiert neue informell offene Räume anzubieten. Recycelte, neu gefügte urbane Fragmente lassen Ausstiegspunkte für Beobachter, Neugierige und potentielle Akteure entstehen, Orte zum Verweilen mit Ein- und Aussichten und temporäre Bühnen. Sie stehen in wechselseitiger Beziehung und werden zu Quellen einer neuen urbanen Dynamik.
Gotik und Gehry werden zu bildhaften Ausrufezeichen im städtischen Raum. Die ‚linearen Kürzel‘ auf den Projektionsflächen und den mit architektonischen Motiven bedruckten Fahnen, dienen als visueller Code der Orientierung. Ähnlich einem Leitsystem verbinden und verweben sie die verschiedenen Nutz- und Denkebenen auf der Verbindungsachse Marta Herford in die Innenstadt.

Beurteilung durch das Preisgericht:
Leitidee des Entwurfes ist die »Spur« durch die Stadtgeschichte. Unter dem Spannungsfeld Gotik bis Gehry sollen auch Wunden im Stadtgrundriss aufgezeigt werden. Sieben Elemente markieren dabei die Verbindungsachse MARTa-Innenstadt. Dabei erhält der Flaneur je nach Bewegungsrichtung jeweils Ausschnitte des Ziels ins Blickfeld und wird animiert, dem Weg weiter zu folgen. Dieser Gedanke der Prosektionen erscheint glaubhaft und vielfach phantasievoll ausformuliert. So erhält beispielsweise das Telekomgebäude einen bis dato nicht vorhandenen Charme. Die Ausformulierung des Kunst-Kiosks erscheint glaubhaft.
Hauptaugenmerk legen die Verfasser auf die Schillerbrücke, die bewusst den klassischen Querschnitt einer Brücke meidet. Zwar entstehen dabei reizvolle Aufenthaltsbereiche und Ruhezonen, jedoch liegen in dieser Aufgeregtheit auch die Schwachpunkte des Brückenelementes, dem es nicht glaubhaft gelingt, sich selbstverständlich im Stadtgrundriss zu positionieren.
Interessant ist das Angebot des Steges auf dem Wasser, der aktuell zwar kaum umsetzbar erscheint, jedoch für das Konzept nicht zwangsläufig erforderlich ist.

Planung

DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

Ernst-Grube-Straße 01
06120 Halle (Saale)

Adresse

32046 Herford


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