Pflege- und Entwicklungsplan Bergwiesen

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© 2013  Janika Schemmel Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis) 

© 2013  Janika Schemmel Montaner Borstgrasrasen 

© 2013  Janika Schemmel Gewöhnliche Kreuzblume (Polygala vulgaris) 

© 2013  Janika Schemmel Nährstoffreiche Bergwiese 

© 2013  Janika Schemmel Mäßig nährstoffreiche Nasswiese 

© 2013  Janika Schemmel Sonstiges nährstoffreiches Feuchtgrünland 

Pflege- und Entwicklungsplan Bergwiesen Pflege- und Entwicklungsplan für das NSG BR 095 Bergwiesen bei Sankt Andreasberg


Bei diesem Naturschutzgebiet handelt es sich um den größten Bergwiesenkomplex im niedersächsischen Harz (NLWKN 2013: www). Wesentliches Schutzziel ist die Erhaltung und die Entwicklung einer biotoptypischen Artenzusammensetzung mit stabilen Populationen der charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzenarten.

Das etwa 216,6 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Bergwiesen bei St. Andreasberg“ liegt im Naturraum Oberharz, Landkreis Goslar, in unmittelbarer Umgebung der Bergstadt St. Andreasberg. Das Naturschutzgebiet entspricht flächenmäßig dem gleichnamigen FFH-Gebiet und gehört somit zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. Bei diesem Naturschutzgebiet handelt es sich um den größten Bergwiesenkomplex im niedersächsischen Harz (NLWKN 2013: www). Neben nährstoffreichen und –armen Bergwiesen wird das Gebiet durch montane Borstgrasrasen, Quellsümpfe, Hochstaudenflure und torfmoosreiche Kleinseggenriede geprägt (ebd.).

Ähnlich wie die trockenen Sandheiden in der Lüneburger Heide handelt es sich bei den Bergwiesen ausschließlich um anthropogene Vegetationseinheiten (BEUG et al. 1999). Sie entstanden nur durch die traditionelle jahrhundertelange Bewirtschaftungsweise und sind damit ein kulturhistorisches Zeugnis dieser Zeit. Ohne die weitere Pflege durch den Menschen würden die Bergwiesen schnell aus der Landschaft verschwinden (LPV HARZ 2013).

Wesentliches Schutzziel ist die Erhaltung und die Entwicklung einer biotoptypischen Artenzusammensetzung mit stabilen Populationen der charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzenarten. Dies schließt ein Mosaik der harztypischen Wiesengesellschaften in ihren verschiedenen Ausprägungsformen wie Borstgrasrasen, Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, Kleinseggenriede und Niedermoorgesellschaften ein sowie die dieses Wiesengebiet gliedernden und strukturell bereichernden Quellen, Gewässer, Hecken, Solitärgehölze und Wälder. Die artenreichen Bergwiesen, Feuchtwiesen und Niedermoorbereiche sind Lebensraum seltener, in ihrem Bestand gefährdeter Pflanzen und Tiere sowie deren Lebensgemeinschaften.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2016

November 2016

Planung

ALAND Landschafts- und Umweltplanung
Georg Grobmeyer und Holger Henschel

Gerberstraße 4
30169 Hannover


Projektinformationen

Projektzeitraum
2014 - 2015

Auftraggeber • Bauherr
LANDKREIS GOSLAR | DER LANDRAT
Fachbereich Bauen & Umwelt - Naturschutz


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